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Autor: Jannik

EDDY

EDDY (European Digital Dynamic Mapping) ist ein Forschungsprojekt zur Erarbeitung von Standards für offen zugängliche, hochaufgelöste, dynamische Karten. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und ist im November 2021 gestartet. Leiter des Projekts ist die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) und es wird in Zusammenarbeit mit sechs Partnern aus Forschung und Wirtschaft durchgeführt.

Ziele des Projektes sind die Unterstützung des automatisierten Fahrens, die Reduktion von Emissionen, sowie der Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer (VRUs, vulnerable Road Users) und die Lenkung des urbanen Verkehrs.

Innerhalb des Projekts sollen mit speziell ausgestatteten Fahrzeugen erste Anwendungsfälle auf der Teststrecke für automatisiertes Fahren (TAVF) in Hamburg getestet werden. Dabei werden sowohl statische als auch dynamische Daten zunächst aufbereitet und anschließend dem Anwender lokal zur Verfügung gestellt. Statische Daten sind etwa Informationen über Verkehrszeichen oder Baustellen. An dynamischen Daten werden Wetterdaten, Daten über die Verkehrslage oder Daten aus der Kommunikation mit der Straßeninfrastruktur bereitgestellt. Dabei soll auch die Schnittstelle zur Urban Data Platform (UDP) und die Kommunikation über ITS-G5 zur Einbringung von Informationen genutzt werden.

Die consider it GmbH übernimmt innerhalb des Projekts die Leitung des Arbeitspakets 2000 (Bedarfs- und Anforderungsanalyse), koordiniert die Zusammenarbeit mit den assoziierten Partnern VOI und NXP Semiconductors Germany GmbH und stellt sein Knowhow im Bereich Sensorik und V2X-Kommunikation bereit.

Projektpartner im Überblick:

Konsortialführer: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende, Freie und Hansestadt Hamburg

  • DLR – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., Braunschweig
  • HAW – Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg
  • IKEM – Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität – Recht, Ökonomie und Politik e. V., Berlin
  • OECON Products & Services GmbH, Braunschweig
  • consider it GmbH, Hamburg
  • Ubilabs GmbH, Hamburg

Gefördert durch:

BMV

KIM

Das Projekt KIM („Künstliche Intelligenz als Mentoring-Lösung für lebenslanges Lernen“) entwickelt eine KI-basierte Lösung, die Nutzer:innen von Weiterbildungsplattformen eine zielgerichtete Hilfestellung bei der Wahl von Kursangeboten bietet. Dabei werden individuelle Berufs- und Karrierewünsche analysiert und mit vorhandenen Kompetenzen abgeglichen, um passgenaue Weiterbildungsvorschläge zu generieren.

Im Detail bricht das methodische Vorgehen die komplexe Berufsplanung in drei Schritte herunter: die Analyse des Karriereziels, die Erfassung der Ist-Situation und das Generieren von Vorschlägen. Hierfür nutzt KIM offene Standards wie die europäische Klassifikation ESCO, um Berufe und Fähigkeiten einheitlich zu verarbeiten. Nutzer:innen können ihre Kompetenzen manuell eingeben oder Dokumente wie den Europass-CV hochladen, woraufhin die KI fehlende Qualifikationen identifiziert. Auf dieser Basis schlägt das System konkrete Kurse vor, die genau die Lücken zwischen dem aktuellen Status und dem Wunschberuf schließen.

Die consider it GmbH ist innerhalb des Konsortiums für die technische Kernentwicklung der KI-Lösung verantwortlich. Unsere Rolle umfasst die Konzeption und Implementierung des gesamten Backend-Systems, das die Basis für das KI-gestützte Mentoring bildet. Dies beinhaltet die Entwicklung und das Training der Machine-Learning-Modelle, die für die Kompetenzanalyse und die darauf basierende Kursempfehlung notwendig sind. Wir stellen zudem die technologische Infrastruktur bereit, um relevante Daten, etwa von externen Klassifikationen und Jobportalen, in den Mentoring-Prozess zu integrieren und nutzbar zu machen.1

Gefördert durch:

BMBF

Dieser Beitrag wurde teilweise mit Unterstützung einer KI erstellt.

NextPerception

Ein neuer Weg zum Schutz gefährdeter Verkehrsteilnehmer.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind mehr als die Hälfte aller Todesfälle im Straßenverkehr auf ungeschützte Verkehrsteilnehmer (VRU) zurückzuführen. Zu den VRU zählen Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer, die ohne eigene Sicherheitsvorkehrungen am Straßenverkehr teilnehmen. Die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung von Geräten eröffnen neue Möglichkeiten zum Schutz der VRU.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen von einem langen Arbeitstag nach Hause. Sie tragen Ihre Kopfhörer, um sich zu entspannen, und überqueren die Straße, ohne das herannahende Auto zu bemerken. Beim Überqueren jeder Straße kann es zu einem Unfall kommen, wenn ein Verkehrsteilnehmer einen anderen übersieht, selbst wenn die Ampel grün ist. Zu viele Verkehrsteilnehmer oder Stresssituationen können sowohl einen VRU als auch einen Auto- oder Busfahrer ablenken. In solchen Fällen kann die Vehicle-to-Everything (V2X)-Kommunikation eine wichtige Rolle beim Schutz der VRU spielen.

Als Teil von NextPerception arbeiten consider it und seine Partner am Schutz von VRU an Kreuzungen. Mehrere Radarsensoren erkennen alle Fahrzeuge an einer bestimmten Kreuzung. Ein solcher Radarsensor kann mehrere Objekte erkennen und sie als Verkehrsteilnehmer identifizieren. Die Sensoren sind mit einer Verarbeitungseinheit verbunden, die die Daten aufnimmt und in verwertbare Daten umwandelt. Die straßenseitige Einheit (RSU) nutzt dann die Informationen und sendet V2X-Nachrichten an alle Fahrzeuge, die sich der Kreuzung nähern.

Abbildung 1: Erkennung einer VRU und Warnung eines herannahenden Fahrzeugs

Dazu müssen die Fahrzeuge mit einer Onboard-Unit ausgestattet sein, die die eingehenden Daten empfangen und verarbeiten kann. Algorithmen zur Kollisionserkennung können entscheiden, welche Art von Meldung den Fahrer warnen soll, z. B. eine einfache Aufmerksamkeitsmeldung oder eine Kollisionswarnung.

VRU zu schützen und Fahrzeuge intelligenter als je zuvor zu machen, steht kurz davor, Realität zu werden. Als Teil des NextPerception-Projekts arbeiten Consider It und seine Partner mit großem Einsatz an der Umsetzung.

Gefördert durch:

This project resorts under the ECSEL joint undertaking and is co-funded by the EU H2020 programme under grant agreement 876487 and national funding agencies in Belgium, Czech republic, Finland, Germany, Italy, The Netherlands and Spain.

UDVeo

Das Ziel der Projektes UDVeo (Urbaner Drohnenverkehr effizient organisiert) ist die Entwicklung praxisnaher Konzepte und Lösungen zur Integration von UAS – Unmanned Aerial System in den urbanen Luftraum. Unter Berücksichtigung der europäischen U-Space Verordnung soll ein rechtlich-technisches Gesamtkonzept für ein Drohnenverkehrsmanagement entwickelt werden. Daher besteht das Konsortium nicht nur aus technischer Forschung und Industriepartnern, sondern enthält auch Rechtswissenschaftler, Anwender und die Hamburger Luftaufsichtsbehörde.

Im Laufe des Projektes wird einerseits die aktuelle EU U-Space-Verordnung konkret in einer prototypischen Implementierung umgesetzt aber andererseits auch in die Zukunft geschaut, um notwendige Änderungen für einen effizienten und praxistauglichen Luftverkehr im U-Space zu ermöglichen.

Der Prototyp besteht dabei aus einer Leitstellenanwendung, die die wesentlichen Prozesse, wie Registrierung, Flugfreigabe, Tracking sowie strategisches und taktisches Konfliktmanagement umsetzt. Zusätzlich soll durch Technologien wie D2X (802.11p) erreicht werden, dass UAS auch direkt untereinander kommunizieren, um eine von Bodeninfrastruktur unabhängige Kollisionsvermeidung zu ermöglichen.

Die consider it bringt sich im Projekt mit Erfahrungen und Entwicklungstätigkeiten bei der D2X-Kommunikation, sowie dem Entwurf und der Implementierung von kryptografisch gesicherten Prozessen zur Registrierung und Identifikation von UAS ein. Die entwickelten Prozesse und Softwarekomponenten werden in das Gesamtkonzept integriert und bei Demonstrationen der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. So war UDVeo z.B. auf dem ITS World Congress mit einem Messestand und zwei Live-Demonstrationen präsent.

Projektlaufzeit 1.2.2020 – 31.12.2022

Partner: Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien Hansestadt Hamburg (BWI), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), HHLA Sky GmbH, Helmut-Schmidt-Universität – Universität der Bundeswehr Hamburg, NXP Semiconductors Germany GmbH, Third Element Aviation GmbH, WPS Workplace Solutions GmbH

Weiter Informationen: https://www.bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/UAV-Projekte/udveo.html

Gefördert durch:

BMV